Wildkraut des Monats Juli: Die Schafgarbe
Schafgarbe
4. Juli 2019

Plantago lanceolata

Der Spitzwegerich (Plantago lanceolata) ist eine Heilpflanze, die zur Familie der Wegerichgewächse (Plantaginaceae) gehört. Er wird auch als Spießkraut, Lungenblattl oder Schlangenzunge bezeichnet. Der Spitzwegerich ist winterhart und mehrjährig. Die Pflanze kann zwischen 10 und 60 cm hoch werden und die Wurzel bis ca. 60 cm tief in den Boden reichen. Der Blütenstand besteht aus einem bis zu 30 cm langen Docht und wird von kleinen weißen Blüten umgeben. Die Blätter sind länglich und haben auf der Blatt-Unterseite fünf bis 7 Rippen.

Vorkommen:

Der Spitzwegerich wächst sehr unauffällig an Wegrändern, Waldlichtungen und auf Wiesen. Bereits im zeitigen Frühjahr ist er an seinen schmalen Blättern, die wie Lanzen aus dem Boden schießen, zu erkennen. Die Pflanze bevorzugt sonnig bis halbschattige, nährstoffreiche und leicht feuchte Böden.

Verwendung/ Heilwirkung:

Die Blätter sind reich an Vitamin C und können roh in Wildkräutersalaten oder in gekochter Form als Spinatersatz verwendet werden. Die Blütenstände können roh (Pilzaroma), gedünstet oder in Öl eingelegt verzehrt werden. Die Samen eignen sich im rohen oder getrockneten Zustand sehr gut für Salate oder Müsli. Und die Wurzeln können zusammen mit anderem Wurzelgemüse gekocht werden.

Als Heilpflanze ist der Spitzwegerich bereits seit langer Zeit in der Lungenheilkunde bekannt. Die in der Pflanze enthaltene Kieselsäure festigt das Lungengewebe und die enthaltenen Schleimstoffe schützen die Schleimhäute. Daher wird der Spitzwegerich zur Linderung bzw. Heilung von Bronchitis, Harnwegsentzündungen, Husten oder Magenschleimhautentzündungen verwendet. Auch bei Insektenstichen und Verbrennungen helfen die Inhaltsstoffe des Spitzwegerich.

ERNTEZEIT: Blätter: Mai bis August / Wurzeln: Ende August bis Oktober

Spitzwegerich-Rezepte