Wild wachsender Hitentäschel
Hirtentäschel
23. Januar 2018
Wilder Giersch auf der Wiese
Giersch
23. Januar 2018
Wilder Gundermann

– Glechoma hederacea –

Gundermann ist eine krautige, ausdauernde wintergrüne Pflanze. Der Hauptspross kann bis zu 2 m lang werden, kriecht den Boden entlang oder rankt an Zäunen in die Höhe. Daher kann Gundermann als Bodendecker eingesetzt werden.

Vorkommen:

An Waldsäumen, Hecken und Auengebüschen, Wäldern mit mäßig feuchten bis feuchten Böden und in Wiesen. Er verträgt kein Salz.

Verwendung:

Der Geschmack und Geruch wird als harzig-aromatisch, minz- ähnlich und lakritzartig beschrieben. Im Frühling gesammelte junge Blätter werden als Gemüse gekocht. Vor der Kultivierung des Hopfens wurde der Gundermann aufgrund seiner Bitterstoffe zur Konservierung von Bier genutzt.

Heilwirkung:

Er wirkt entwässernd, regt den Stoffwechsel an und wirkt entzündungs-hemmend. Hildegard von Bingen empfahl die Pflanze gegen Kopf- und Ohrenschmerzen. Er eignet sich zur Herstellung von Tees und Badezusätzen, Kräuterheiler verwenden ihn in Umschlägen.

Der Gundermann ist für viele Säugetiere, wie z. B. für Pferde, giftig. Beim Menschen sind bei normalem Gebrauch keine Nebenwirkungen bekannt.

ERNTEZEIT: März – Juli (solange er sprießt)

Gundermann-Rezepte