Die Eberesche oder der Vogelbeerbaum
Die Eberesche
6. Januar 2020
Die Schlehe

Prunus spinosa

Die Schlehe (auch Schlehdorn, Heckendorn oder Schwarzdorn) ist ein Strauch bzw. kleiner Baum aus der Familie der Rosengewächse (Rosaceae). In der Regel erreicht der Strauch bzw. Baum eine Wuchshöhe zwischen 1 und 3 Metern, wobei vereinzelte Exemplare auch bis zu 6 Meter hoch werden können. Das dornige und weit verzweigte Steinobstgewächs findet man vor allem in Gebüschsäumen und an Wald- und Wegrändern. Sie bevorzugt sonnige Standorte und mag kalkhaltige, oft auch steinige Böden. Die Schlehe, die unter anderem mit der Hagebutte, dem Weißdorn, dem Apfel und der Birne verwandt ist, fällt besonders durch ihre frühe Blüte auf. Schon ab März ist die Schlehe mit zahlreichen weißen Blüten übersät. Im Herbst bekommt die Schlehe kugelige, blauschwarze und bis zu 1,8 cm große Früchte, die mit einer dünnen weißen Wachsschicht überzogen sind.

Verwendung:

Der besondere Geschmack der Schlehe macht sie in der Wildfrüchte-Küche ganz besonders interessant. Die in den Früchten enthaltenen Blausäureglykoside werden durch Kochen, Trocknen oder durch das Einlegen in Alkohol in Blausäure und Bittermandelöl aufgespalten. Die Blausäure verflüchtigt sich dabei und das Bittermandelöl bleibt übrig. Die Schlehenblüten werden zum Würzen von Getränken, Tees, Süßspeisen und Likören verwendet. Die blauen Früchte werden durch Kochen zu Aufstrichen für Kuchen und Torten verwendet. Die rohen Früchte können für Saft, Tinkturen, Ansatzweine und Liköre oder in getrockneter Form für Früchtetees verwendet werden.

Heilwirkung:

Die in den Blüten der Schlehe enthaltenen Flavonoide, Cumarin sowie Blausäureglykoside werden bei Erkältungskrankheiten und Hautausschlägen eingesetzt. Zusätzlich wirken sie leicht abführend und harntreibend. Die Früchte enthalten sehr viel Fruchtsäuren, Gerbstoffe, Bitterstoffe, Vitamin C und Blausäureglykoside (in den Kernen). Diese Inhaltsstoffe kommen bei Nieren-, Blasen- und Magenproblemen zum Einsatz. Zusätzlich stärken sie die körpereigenen Abwehrkräfte und haben eine positive Wirkung bei Hals- und Zahnfleischbeschwerden.

Ernte:

Blüten: zwischen März und April
Früchte: ab September bis Ende November

Die Früchte werden nach den ersten Frösten geerntet, da sie bei Kälte mehr Zucker bilden und so süßer schmecken.