Schwarzer Holunder
Holunder
2. Dezember 2019

Sorbus aucuparia

Die Vogelbeere oder Eberesche ist ein ca. 10 bis 15 Meter hoher Baum aus der Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und kann bis zu 80 bis 100 Jahre alt werden. Der Baum besiedelt als Pionierpflanze die sonnigen, offenen Standort vor allem in Mischwäldern, an Waldrändern, auf Kahlschlägen und Windwurfflächen. Die Blätter des Baumes sind unpaarig gefiedert bis zu 20 cm lang, mit 9 bis 15 länglich-elliptischen, ca. 2 bis 6 cm langen Blättchen. Die prächtigen orange-roten Früchte sehen aus wie kleine Äpfel. Wie edle, roten Perlen leuchten die Beerendolden aus der Baumkrone.

Verwendung:

Entgegen ihrem Ruf sind die Früchte der Vogelbeere (Eberesche) nicht giftig. Bei rohem übermäßigem Verzehr können die Früchte jedoch zu Übelkeit und Durchfall führen. Werden die Früchte jedoch getrocknet, gekocht oder eingelegt, so baut sich die darin enthaltene Parasorbinsäure nach und nach ab. Die Früchte der Vogelbeere enthalten sehr viel Vitamin C, Gerbstoffe, Zitronen- und Apfelsäure, Pektin und Carotinoide. Die Vogelbeeren können zu Mus, Marmeladen, Saft und Kompott sowie zu Likör und Fruchtessig verarbeitet werden. Weiterhin werden sie im getrockneten Zustand auch gern als fruchtige Knabberei verwendet. Neben den Früchten können auch die Blätter und Blüten verwendet werden.

Heilwirkung:

Durch ihre reichhaltigen Inhaltsstoffe, wie zum Beispiel Vitamin A und C, Gerbstoffe, Pektin, Carotinoide, Magnesium und ätherische Öle, werden die Vogelbeeren in der Heilkunde gern bei Gicht und Rheuma verwendet. Ihre positive Wirkung entfalten die zu Mus gekochten Früchte auch bei Magenverstimmungen, Appetitlosigkeit und Erkältungskrankheiten. Sie sind ebenfalls blutreinigend und kräftigend.

Ernte:

Die Früchte der Vogelbeere (Eberesche) sind ab Mitte August erntereif.