Wilder Dost in voller Blüte
Dost/Wilder Majoran
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Wilder Blutwurz
Blutwurz
23. Januar 2018
Wilde Brennnessel

– Urtica –

Brennnessel-Arten (Urticaceae) wachsen als einjährige oder ausdauernde krautige Pflanzen, selten auch als Halbsträucher. Sie können Wuchshöhen von 10 bis 300 cm erreichen. Die grünen Pflanzenteile sind mit Brenn- sowie Borstenhaaren besetzt. Bekannt und unbeliebt sind Brennnesseln wegen der schmerzhaften Quaddeln, die auf der Haut nach Berührung der Brennhaare entstehen. Die Brennflüssigkeit der Kleinen Brennnessel (Urtica urens) ist wesentlich schmerzhafter als die der Großen Brennnessel (Urtica dioica)

Vorkommen:

Brennnessel-Gewächse kommen finden sich fast überall.

Sie wachsen meist in Gruppen und auf bearbeitetem Boden, der möglichst nahrhaft ist. Als Kulturfolger begleiten sie die Menschen in

ihre Dörfer und Städte. In Europa kommen circa 15 Unterarten vor, weltweit finden sich bis zu 60 verschiedene Sorten.

Verwendung:

Die Brennnessel ist eine hervorragende Stoffwechselpflanze. Als Zutat im Salat, in der Suppe oder als Spinat – gegebenfalls gut gewürzt – entfaltet sie ihren besonderen Geschmack und gibt frische Kräfte.

Brennesseln haben einen entschlackenden Effekt: Giftstoffe werden aus dem Körper ausgespült.

Heilwirkung:

Die Wirkstoffe in der Brennnessel verhindern die Vermehrung bestimmter Bakterien. Daher wurden früher Butter, Fleisch und Fisch in Brennnesselblätter gewickelt, um sie länger frisch zu halten. Als Vitamin- und Mineralstoffträger enthält eine Brennesselpflanze die siebenfache Menge an Vitamin C im Vergleich zu einer Orange. Ihr Eiweißgehalt ist weit höher als der einer Sojabohne. Seit Jahrtausenden werden Stoffe aus der Brennnessel hergestellt und Wolle mit ihr eingefärbt werden. Im biologischen Gartenbau findet sie vielseitige Anwendung.

ERNTEZEIT: März – August (Samen im Frühherbst)