Wildkraut des Monats Juli: Die Schafgarbe
Schafgarbe
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Wild wachsende Fichtenblueten
Fichtenblüten
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Wild wachsender Baerwurz

– Meumathamanticum –

Die Bärwurz, lat. Meum athamanticum, zählt als Einzige zur Art der monotypischen Pflanzengattung Meum innerhalb der Familie der Doldenblütler (Apiaceae). Die Bärwurz hat einen sehr starken Geruch, der selbst noch getrocknet wahrnehmbar ist. Er ähnelt sehr dem Fenchel oder dem Liebstöckel. Die Bärwurz ist eine mehrjährige Pflanze und wird zwischen 15 und 50 cm hoch. Die Staude wächst buschig und der Stengel ist hohl. Die Blätter der Bärwurz sind haarfein gefiedert. Die weiß bis gelblichen Blüten erscheinen zwischen Mai und August auf einer 5 bis 15 strahligen Blütendolde. Die sich im Herbst entwickelnden Samen sind etwa 7 mm lang und 3 mm dick.

Vorkommen:

Die Bärwurz ist in Europa heimisch. Die Pflanze ist winterhart und wächst bevorzugt auf Wiesen, Weiden und lichten Laubwäldern der Mittelgebirge (ab ca. 700 m). Auf mageren Böden und bei hoher Luftfeuchtigkeit bildet die Bärwurz sehr große Bestände aus. Die Pflanze mag besonders sonnige oder halbschattige Standorte.

Verwendung/ Heilwirkung:

Bärwurz wird in der Volksheilkunde wegen ihrer ätherischen Öle, Mineralstoffe und Vitamine als appetitanregendes und verdauungsförderndes Mittel eingesetzt. Die Wurzel wird seit alters her in Schnapsbrennereien verwendet. Heutzutage wird, um die Bestände zu schonen, zunehmend auf Blätter und Früchte zurückgegriffen, die ebenso für Tinkturen und Tees verwendet werden können. In der Küche kann Bärwurz als Gewürz oder als Ergänzung zu Gemüse, Salaten, Fisch, Suppen und Erbsengerichten verwendet werden.

Die Wurzel des Bärwurz sollte nur geerntet werden, wenn man sich mit der Bestimmung der Pflanze auskennt, da es ähnlich aussehende aber giftige Pflanzen gibt. 

ERNTEZEIT: 

Blätter: April bis August
Samen: August bis September


Bärwurz-Rezepte